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Alberich Zwyssig oder Alberik Zwyssig SOCist, getauft Johann Josef Maria Zwyssig (auch Pater Alberik, * 17. November 1808 in Bauen; † 18. November 1854 in Mehrerau), war ein Schweizer Zisterziensermönch, Komponist und Kapellmeister. Er komponierte 1841 für Männerchor den Schweizerpsalm, die heutige Schweizer Nationalhymne.

Denkmal für Alberich Zwyssig in Bauen. Bildnisbüste von Hugo Siegwart
Denkmal für Alberich Zwyssig in Bauen. Bildnisbüste von Hugo Siegwart
Schweizerpsalm-Denkmal am Zürichhorn
Schweizerpsalm-Denkmal am Zürichhorn

Leben


Von 1821 bis 1841 war er zunächst Klosterschüler und Sängerknabe und dann Pater im Kloster Wettingen. Er wirkte dort als Priester, Lehrer und Sekretär des Abtes und als Stiftskapellmeister.

Nach der Aufhebung des Klosters durch den Grossen Rat des Kantons Aargau am 13. Januar 1841 zogen die Mönche einige Jahre lang umher. Nach dem Sonderbundskrieg war Zwyssig über sechs Jahre im Kloster Wurmsbach (Jona am Zürichsee) zu Gast. Er leitete dort am neu gegründeten Töchterinstitut den Musikunterricht und schuf zahlreiche geistliche sowie weltliche Kompositionen. 1854 liessen sich die Mönche schliesslich im Vorarlbergischen nieder: Am 8. Juni 1854 wurde das 1806 durch den bayerischen Staat säkularisierte Benediktinerkloster Mehrerau in Bregenz von Abt Leopold Hoechle aus Wettingen mit sieben Patres und drei Brüdern als Zisterzienserkonvent wiederbelebt. Diese Abtei heisst seither Territorialabtei Wettingen-Mehrerau.

Zwyssig beteiligte sich an der Neugründung als Kantor, verstarb allerdings nach wenigen Monaten an den Folgen einer Lungenentzündung. Er wurde in der Gruft des Klosters beigesetzt.


Rückführung in die Schweiz


Am 21. Juli 1941 stürmten Männer der Gestapo Innsbruck und SS-Männer das Kloster. Gegen die letzten verbliebenen Mönche wurde ein Gauverweis ausgesprochen. Sie mussten das Deutsche Reich verlassen. Ihnen wurde vorgeworfen, sich gegen den «Anschluss» Österreichs an Nazideutschland gewehrt zu haben. Der Zuger Rechtsanwalts Paul Aschwanden hörte davon und schrieb am 12. August 1941 einen Brief an den katholischen Bundesrat Philipp Etter. Darin machte er die Landesregierung auf eine einmalige Chance aufmerksam, die sterblichen Überreste des berühmten Komponisten in dessen Heimat zurückzuholen. Nach einigem diplomatischem Schriftverkehr willigte schliesslich Berlin der Heimschaffung zu. Am Freitag, dem 14. August 1942, wurde Zwyssig um 16 Uhr exhumiert und in die Schweiz überführt. Am 18. November 1943, dem 89. Todestag Zwyssigs, fand der feierliche Akt zur zweiten Beisetzung des Komponisten des Schweizerpsalms in seinem Geburtsort Bauen statt.[1]


Werke



Literatur




Commons: Alberich Zwyssig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Erich Aschwanden: Die Nazis und die Gebeine des Schweizerpsalm-Komponisten In: Neue Zürcher Zeitung vom 30. Juli 2018
Personendaten
NAME Zwyssig, Alberich
ALTERNATIVNAMEN Zwyssig, Alberik; Zwyssig, Johann Josef Maria; Pater Alberik
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Zisterziensermönch, Komponist und Kapellmeister
GEBURTSDATUM 17. November 1808
GEBURTSORT Bauen
STERBEDATUM 18. November 1854
STERBEORT Mehrerau

На других языках


- [de] Alberich Zwyssig

[en] Alberich Zwyssig

Father Alberich or Alberik Zwyssig (17 November 1808 – 18 November 1854)[1] was a Cistercian monk who composed in 1841 the Swiss Psalm, the present Swiss national anthem.

[es] Alberik Zwyssig

Alberik Zwyssig (Alberich Zwyssig) (Bauen, 17 de noviembre de 1808 - 18 de noviembre de 1854), fue un compositor suizo conocido más que todo como el autor del himno nacional suizo, el Cántico suizo.



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