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Hermann Friedrich Krome (* 27. Mai 1888 in Berlin; † 22. Juli 1955 in Baden-Baden)[1] war ein deutscher Kapellmeister, Liedkomponist und Volksliedforscher.


Leben


Mit elf Jahren begann Hermann Krome bereits zu komponieren und mit 15 Jahren wurde sein Nur die Liebe, die macht selig von einem Musikverlag angenommen. Er absolvierte eine umfassende Musikausbildung und wurde 1913 Kapellmeister im Königlichen Potsdamer Schauspielhaus. 1915 wechselte er nach Berlin an das Thalia-Theater. Seine nächsten Stationen waren Frankfurt an der Oder, München, Gera, Stettin und Halle.

Er sammelte Volkslieder und veröffentlichte mehrere Liederbücher. Als Komponist und Arrangeur machte er sich Anfang der 1920er Jahre einen großen Namen, indem er im Bereich des populären Schlagers, des Singspiels und des Kabarettliedes umtriebig war. So bearbeitete er beispielsweise Kompositionen von Jean und Robert Gilbert, Ralph Benatzky und Austin Egen. Er benutzte bisweilen diverse Pseudonyme, die bekanntesten sind „James Huntley“ und „Fred Ralph“. In diese Zeit fielen auch seine ersten Versuche, über das Radio die Menschen zu erreichen. Später – zwischen 1929 und 1934 – komponierte er einige Filmmusiken. Im Jahr des Kriegsausbruchs veröffentlichte er zwei Soldatenliederbücher.

Hermann Krome war zu einem der meistbeschäftigten Beiträger zahlreicher Musikverlage in Berlin avanciert. Viele Neuschöpfungen und Arrangements von Schlagern und Salonmusik, die sowohl als Klaviersatz als auch in verschiedenen Orchesterfassungen erschienen, tragen seinen Namen. Das „Fred-Ralph-Arrangement“ ist ein Markenzeichen des Musikverlages Roehr, dessen Repertoire maßgeblich von Hermann Krome bestritten wurde.[2]

Nach dem Krieg wohnte er in Groß Glienicke, oberhalb des Glienicker Sees, in der sowjetisch besetzten Zone. Sein Arbeitsmittelpunkt lag weiterhin in Berlin. Als Pendler besaßen die Kromes einen Westberliner Pass, doch sahen sie sich Anfang der 1950er Jahre aufgrund der dauernden Grenzkontrollen inklusive zunehmender Schikanen veranlasst, ganz in den Westteil Berlins überzusiedeln.[3] Hier konnte Hermann Krome seine Karriere allerdings nur noch kurz fortsetzen, da er 1955 verstarb. Im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke wurde ein Weg nach ihm benannt.


Kompositionen/Vertonungen (Auswahl)


(alphabetisch; soweit ermittelbar mit Angabe des Texters, ggf. ist das Stück auch instrumental oder der Text ebenfalls von Krome)


Liederbuch-/Notenheftveröffentlichungen (Auswahl)


(chronologisch; bis zu seinem Tod von ihm selbst herausgegeben)


Filmografie



Einzelnachweise


  1. Hermann Krome. In: deutsche-digitale-bibliothek.de. Stiftung Preußischer Kulturbesitz, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Wolfgang Stanicek: Austin Egen – Schlager-Komponist, Sänger und Musikverleger. 3.5. Komponisten und Arrangeure. Krome, Hermann […] In: grammophon-platten.de. Deutsches Schellackplatten- und Grammophonforum e.V., abgerufen am 30. September 2018.
  3. Hanne Ritter: Gedanken zum Artikel „Der Flügel auf Reisen“. In: Kladower Forum e.V. (Hrsg.): Treffpunkte. Sommer 2014, 2014, S. 23 f. (kladower-forum.de [PDF; 8,1 MB; abgerufen am 30. September 2018]).


Personendaten
NAME Krome, Hermann
ALTERNATIVNAMEN Hermann Friedrich Krome (vollständiger Name); Huntley, James (Pseudonym); Lustig, Hermann (Pseudonym); Tosta (Pseudonym); Marriot (Pseudonym); Ralph, Fred (Pseudonym); Altmann, Werner (Pseudonym); Berger, Hans (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Kapellmeister, Liedkomponist und Volksliedforscher
GEBURTSDATUM 27. Mai 1888
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 22. Juli 1955
STERBEORT Baden-Baden



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