Oskar Beringer, auch Oscar Beringer, (* 14. Juli 1845[1] [abweichend 1844] in Furtwangen; † 21. Februar 1922 in London) war ein deutsch-englischer klassischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge.[2]

Oskar Beringer wurde 1844 in Furtwangen geboren.[3] 1849 musste sein Vater mit der Familie aus politischen Gründen Baden verlassen und nach England fliehen.[3] Vor diesem schwierigen Hintergrund erhielt Beringer bis zu seinem 19. Lebensjahr eine musikalische Ausbildung von seiner älteren Schwester.[3] 1859 und 1860 gab er mehrere öffentliche Klavierabende im Crystal Palace.[3] 1861 trat er bei den Saturday Concerts im Crystal Palace auf.[3] Er erkannte die Notwendigkeit einer fundierten Klavierausbildung[3] und studierte ab 1864 unter anderem bei Ignaz Moscheles in Leipzig und bei Carl Tausig in Berlin.[2]
1871 kehrte er nach London zurück.[2] Hier baute er eine Akademie für höheres Klavierspiel auf, die bis 1897 Bestand hatte.[2] 1885 wurde er Klavierlehrer an der Royal Academy of Music.[2] 1900 wurde er Ehrenmitglied dieser Akademie.[2] Am 14. Oktober 1882 hatte Beringer bei der Uraufführung von Brahms 2. Klavierkonzert in England den Klavierpart inne.[3]
Beringer komponierte vorwiegend instruktive Klavierwerke.[2] Hervorzuheben sind insbesondere seine Täglichen technischen Studien, ein Klavierkonzert und Lieder.[2] Er legte seine Erfahrungen als Klavierpädagoge in dem Werk Fifty Years’ Experience of Pianoforte Teaching and Playing (London 1907) nieder.[2] Seine Werke finden noch heute Verwendung, so z. B. die Täglichen technischen Studien durch Herbie Hancock.[4]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beringer, Oskar |
| ALTERNATIVNAMEN | Beringer, Oscar |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-englischer klassischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge |
| GEBURTSDATUM | 14. Juli 1845 |
| GEBURTSORT | Furtwangen |
| STERBEDATUM | 21. Februar 1922 |
| STERBEORT | London |