Big Rocks ist das erste Coveralbum und insgesamt achtzehnte Studioalbum der schweizerischen Hard-Rock-Band Krokus. Es enthält die Singleauskopplungen „The House of the Rising Sun“ und „Rockin’ in the Free World“.
Im Anschluss an die Veröffentlichungen des letzten Studioalbums Dirty Dynamite und des letzten Livealbums Long Stick Goes Boom: Live from da House of Rust wurde es im Jahr 2016 ruhig um Krokus. Nach ausgiebigen Tour- und Festivalaktivitäten in den Jahren 2013 und 2014, bei denen Flavio Mezzodi als festes Bandmitglied hinter dem Schlagzeug bestätigt wurde, und weiteren zahlreichen Festivalauftritten im Jahre 2015 spielte die Formation 2016 nur einzigen Festivalauftritt auf dem Riverside Open Air im schweizerischen Aarburg.[2] Ohne Informationen an die Öffentlichkeit durchsickern zu lassen, beschlossen Frontmann Marc Storace, die drei Gitarristen Fernando von Arb, Mandy Meyer und Mark Kohler, Bassist Chris von Rohr und Schlagzeuger Flavio Mezzodi in dieser Zeit, ein Coveralbum aufzunehmen. Das Ziel der Band war es einerseits, musikalischen Vorbildern, deren Wurzeln überwiegend in den 60er Jahren liegen, Tribut zu zollen und andererseits, deren Songklassiker so zu interpretieren, dass sie unverkennbar nach Krokus klingen.[3] Aus diesem Grund wurde auch der Entschluss gefasst, kein AC/DC-Cover auf dem Album zu platzieren, da sich ja Krokus und AC/DC musikalisch bzw. stilistisch betrachtet in einem sehr ähnlichen Spektrum bewegen.[4] Erst mit der Veröffentlichung der ersten Single, einem Cover der The-Animals-Interpretation des amerikanischen Folksongs „The House of the Rising Sun“, im November 2016 drangen konkrete Informationen über das Album an die Öffentlichkeit. Das wiederum von Bassist und Bandleader Chris von Rohr produzierte und auf den Namen Big Rocks getaufte Werk wurde schließlich Ende Januar 2017 veröffentlicht und enthält, den Hidden Track mitgerechnet, insgesamt 13 Coverversionen plus eine Neueinspielung des bandeigenen Klassikers „Back-Seat Rock ’n’ Roll“.[1] Allerdings ist anzumerken, dass das einleitende Black-Sabbath-Cover „N.I.B.“ nicht den vollständigen Song umfasst, sondern nur ein Intro für das Album darstellt. Darüber hinaus handelt es sich beim abschließenden Hidden Track um ein ungeschliffenes, wohl kaum bearbeitetes und live im Studio aufgenommenes Cover des Bluesklassikers „Baby, Please Don’t Go“ von Big Joe Williams. Obwohl Coveralben häufig kritisch bewertet werden, konnte Big Rocks nahtlos an die vergangenen Erfolge anknüpfen. Auch dank „The House of the Rising Sun“ und der zweiten Single, dem Neil-Young-Cover „Rockin’ in the Free World“ mitsamt Videoclips konnte sich das Album in mehreren europäischen Chartlisten platzieren. In der Schweiz belegte es – wie schon Rock the Block, Hoodoo und Dirty Dynamite zuvor – Platz 1 der Albumcharts.[5] In Deutschland kletterte das Coveralbum auf Platz 31 und in Österreich auf Platz 36.[5] Auch in die beiden belgischen Chartlisten stieg das Album ein: Es erreichte Platz 97 in den wallonischen Charts und Platz 137 in den flämischen Charts.[5] Nach der Veröffentlichung des Albums spielte Krokus Anfang März 2017 mit Gotthard zusammen zwei Auftritte als Co-Headliner in der deutschsprachigen Schweiz, zunächst in der Festhalle Bernexpo in Bern und dann in der Samsung Hall in Dübendorf nahe Zürich[2]. Im Vorprogramm trat mit Shakra eine weitere sehr bekannte schweizerische Rockband als Special Guest auf.[2] Kurz darauf spielte man im Salle Metropole in Lausanne noch zwei weitere Konzerte mit Gotthard, allerdings ohne Shakra im Vorprogramm. Im Mai 2017 unternimmt Krokus einen Konzertabstecher nach Malta – dem Heimatland von Sänger Marc Storace. Anschließend wird die erfolgreichste Rockband aus der Schweiz im Sommer viele Festivaltermine wahrnehmen. Unter anderem wird sie auf der Loreley Freilichtbühne des RockFels Festivals in St. Goarshausen, beim Rock The Ring-Festival in Hinwil, beim Norway Rock Festival in Kvinesdal, beim Bang Your Head-Open Air in Balingen, beim Skogsrojet-Festival im schwedischen Rejmyre und beim Alcatraz-Festival im belgischen Kortrijk zu sehen sein.[2] Im Herbst wird darüber hinaus möglicherweise eine Konzertreise in die USA unternommen.[4] Big Rocks ist das erste Album seit der Liveveröffentlichung Alive And Screamin’ aus dem Jahre 1986, bei der die Band Krokus eine im Vergleich zum Vorgängeralbum konstante Besetzung aufweist.
Marc Storace • Fernando von Arb • Mandy Meyer • Mark Kohler • Chris von Rohr • Flavio Mezzodi | |
Tommy Kiefer • Hansi Droz • Remo Spadino • Daniel Debrit • Jürg Naegeli • Freddy Steady • Henry Fries • Steve Pace • Patrick Mason • Jeff Klaven • Andy Tanas • Tommy Keiser • Dani Crivelli • Peter Tanner • Many Maurer • Tony Castell • Peter Haas • Carl Sentance • Chris Lauper • Cliff Rodgers • David Stettler • Marcel Kopp • Dominique Favez • Patrick Aeby • Stefan Schwarzmann | |
Studioalben | Krokus • To You All • Pay It in Metal/Pain Killer • Metal Rendez-Vous • Hardware • One Vice at a Time • Headhunter • The Blitz • Change of Address • Heart Attack • Stampede • To Rock or Not to Be • Round 13 • Rock the Block • Hellraiser • Hoodoo • Dirty Dynamite • Big Rocks |
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Livealben | Alive and Screamin’ • Fire and Gasoline (Spontaneously Combustible) – Live! • Long Stick Goes Boom: Live from da House of Rust |
Kompilationsalben | Early Days • Prior Convictions • Stayed Awake All Night: The Best Of • The Dirty Dozen: The Very Best of 1979–1983 • Best Of • The Definitive Collection • The Collection • Headhunter Blitz • Long Stick Goes Boom: The Anthology • Extended Versions |
Extended Plays | Industrial Strength EP • You Ain’t Seen Nothin’ Yet |